Mar.03

Comicbörse erfindet sich neu

Comic-Fans lieben das Kino, und wir lieben die Comicbörse: Mit über 2.000 BesucherInnen drei Mal im Jahr ist die Wiener Comic & FigurenBörse eine der größten Veranstaltungen ihrer Art in Europa. Am 3. April 2011 in der MGC-Halle beweist sich die ehemals reine Verkaufsveranstaltung endgültig als Großereignis für Jugendliche und die ganze Familie. Daher wird ein neuer Name gesucht, zu gewinnen gibt es freien Eintritt auf Lebenszeit. www.comicboerse.org

Börsen-Video auf YouTube

Film, TV & Kino

Dec.01

Kottans Kinorazzia

SATEL/Petro DomeniggPolizeiprotokoll Wien, 1. Dezember 2010.

„Spektakuläre Verhaftungswelle in Wien: Über 700 Premierengäste wurden von Major Adolf Kottan und seinen Assistenten Alfred Schrammel und Paul Schremser im Gartenbaukino kurzerhand festgehalten. Den meisten Gästen gelang die Flucht in die Rossauerkaserne, wo eine Riesenparty stieg“.

 Mit dieser extra produzierten Titelseite der Kronen Zeitung wurden die ersten Kinogäste begrüßt. Ab 3.12.2010 findet die Polizeirazzia statt!  Trailer

Film, TV & Kino

Oct.19

13 neue SOKO-Fälle

Mit einer Neuen ist die 6. Staffel SOKO DONAU im ORF erfolgreich vom Stapel gelaufen: Maria Happel, humorvolle Deutsche aus dem Spessart und Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters, spielt die neue Gerichtsmedizinerin an der Seite von Stefan Jürgens, Gregor Seberg und Lilian Klebow. Natürlich sind auch Dietrich Siegl, Helmut Bohatsch und jede Menge Gaststars wieder dabei, wenn die SOKO in ORF 1 ausrückt. www.satel.at

Film, TV & Kino

Sep.26

Web 2.0 Gag: „Pull a Pyrker“

Der standortbezogene Web 2.0 Dienst Foursquare eignet sich nicht nur dazu, seinen aktuellen Aufenthaltsort mittels Mobiltelefon Freunden bekannt zu geben oder neue Restaurants „in der Umgebung“ zu entdecken. Er eignet sich auch bestens für das virtuelle Nacherleben von Kinofilmen (siehe Before Sunrise Tour) oder für Parodien und Scherze im Social Web.

Als augenzwinkernder „running gag“ hat sich der Begriff „to pull a pyrker“ unter Foursquare-Nutzern auf Twitter verbreitet. Immer wieder tauchen dazu Beiträge auf Twitter oder in Blogs auf. Der Begriff bezeichnet das vorgebliche Einchecken an Orten, ohne wirklich dort zu sein – auch bekannt als „Geocheating“ nach dem Vorbild von Bergsteiger Christian Stangl. Er „visualisierte“ sich auf den Gipfel des K2, und viele folgten ihm. Zumindest mit ihren Smartphones – inzwischen gibt es dazu eigene „Überraschungs-Touren“.

Wir Pyrkers erfreuen uns dieser Technik immer wieder gerne – und Sie, liebe Leserin und lieber Leser, können das jetzt auch 😉

to pull a pyrkerFür alle „Geocheating“ Fans:
Pull a Pyrker* now!

So einfach geht’s: Pressebüro auf Foursquare

*Def: „to check in despite not being there“
(acc. to Urbandictionary.com © epijdemie
and acc. to catearcher’s check-in)

Social Media PR

Alltagsfaschismus

(Fotos: R.Appel, mehr Fotos siehe photobasis.net)

KASSBACH – der Klassiker über Alltagsfaschismus in Österreich wird vom Filmarchiv Austria in vier Sondervorstellungen gezeigt. Passend zu den Wiener Wahlen fand am 3. Oktober 2010 im Wiener Metro Kino eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion statt. Gäste: Regisseur Peter Patzak, Tibor Zenker (Sohn des verstorbenen Autors Helmut Zenker), Journalist Peter Huemer, Zeithistoriker Siegfried Mattl und Politikwissenschafterin Sigrid Maurer (ÖH-Vorsitzende) unter der Moderation von Herausgeber Andreas Ungerböck. Die vierte Vorführung ist am Wahlsonntag.

Original-Sonderplakat KASSBACH

Kassbach ist längst ein Klassiker, der den Neuen österreichischen Film prägte, noch bevor es diesen Begriff und noch bevor es eine installierte Filmförderung hierzulande überhaupt gab. Er war zu unzähligen Festivals auf der ganzen Welt eingeladen, unter anderem zu den Filmfestspielen in Berlin, und hat nichts von seiner schockierenden Klarsicht und Aktualität verloren. Das Drehbuch von Patzak und Helmut Zenker basiert auf Zenkers Roman Kassbach oder das allgemeine Interesse an Meerschweinchen aus dem Jahr 1974.

In dieser beklemmenden Studie des Alltagsfaschismus in Österreich geht es um den Gemüsehändler Karl Kassbach, einen an der Oberfläche typischen gemütlichen Wiener. Er bedrängt nicht nur sein Lehrmädchen sexuell, sondern ist darüber hinaus Mitglied einer rechtsradikalen Gruppierung, die gerne Linke und so genannte Gastarbeiter zusammenschlägt oder zu Übungszwecken auf Meerschweinchen schießt. Dumpfe Ressentiments und das blitzschnelle Umschlagen von scheinbar harmloser Normalität in blanke Aggression machen Kassbach zu einer Art wandelnder Zeitbombe: „Ich habe Dinge verarbeitet, die man in Wien sehen und hören kann. Ich will die Leute auf Töne, Sätze, Reaktionen, Symbole aufmerksam machen, damit man sie endlich erkennen und nicht mehr bagatellisieren kann, sagte Peter Patzak seinerzeit über den Film. Dinge wie diese kann man auch 2010 in Wien immer noch hören und sehen.

In den Hauptrollen sind der unvergessliche Walter Kohut sowie Immy Schell, Konrad Becker, Maria Englstorfer, Hanno Pöschl und Franz Buchrieser zu sehen. Für die Vorführungen wurde eine neue 35mm-Kopie gezogen, die von der SATEL Privatstiftung zur Verfügung gestellt wird.

Termine im Metro-Kino
(Johannesgasse 4, 1010 Wien)
So 3.10., 17:00 anschl. Podiumsdiskussion
Di 5.10., 21:00
Do 7.10., 18:45
So 10.10., 16:30

Podiumsdiskussion
Im Anschluss an die Vorführung am 3. Oktober diskutieren Peter Patzak, Tibor Zenker (Sohn des verstorbenen Autors Helmut Zenker), der Journalist Peter Huemer, der Zeithistoriker Siegfried Mattl und Politikwissenschafterin Sigrid Maurer (ÖH-Vorsitzende) unter dem Motto Kassbach 1979? 2010?. Moderation: Andreas Ungerböck (Herausgeber, ray Filmmagazin).

Pressebüro Pyrker
Kontakt: Richard Pyrker

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