Apr.05

Eingespieltes Team dreht 8. Staffel

„Wir sind schon so zusammengewachsen, dass ich an manchen Tagen aufwache und nicht weiß, ob ich z.B. Lilian oder ich bin“, scherzt Dietrich Siegl zum Drehstart der achten Staffel von SOKO Donau. Die Rolle der ‚Kieberer‘ von Sonderkommission Donau scheinen den Darstellern Stefan Jürgens, Gregor Seberg, Lilian Klebow und Dietrich Siegl zur Freude ihrer treuen Fan-Gemeinde weiterhin zu gefallen. Ebenso mit dabei wieder „Gerichtsmedizinerin“ Maria Happel, „Kriminaltechniker“ Helmut Bohatsch und „Staatsanwalt“ Paul Matic.

Ganze 16 neue Fälle müssen die Donau-Cops diesmal knacken, außerdem steht die 100. Episode auf dem Drehplan. Laut Gerüchten wird es in dieser Jubiläums-Folge sogar „ein bisschen privat“. Mehr Details aus den Drehbüchern dürfen wir allerdings noch nicht verraten…

Kronen Zeitung / Stefan Weinberger vom 5.4.2012

Die Geschichte der SOKO Donau schreibt ein ganzes Team aus kreativen Köpfen, das von der SATEL Film aufgebaut wurde. Dazu gehören das Autorenduo Axel Götz und Sascha Bigler – letzterer hat mit „Meine Schwester“ auch eine Regiearbeit abgeliefert. Weiters schreiben Renate Ziemer, Anna Morgenrot und Kerstin Neumann, sowie der junge Stefan Brunner, ein Talent aus der Wiener Filmakademie und  Max Gruber, der für seine Band „Des Ano“ auch rhythmische Poesie schreibt. Neu dabei seit Staffel 8 sind Jacob Groll, Sohn des Schauspielers Florentin Groll und ebenfalls in den USA ausgebildet, sowie Sarah Wassermair, die an der Wiener Filmhochschule Drehbuch und Dramaturgie studiert. All diese Autoren tragen dazu bei, dass die SOKO Donau eine der erfolgreichsten österreichischen Krimiserien ist.

Da darf man auch ein Mal sentimental werden.
Anlässlich der KURIER ROMY GALA 2008 rappten die Stars
als fiktive „Soko Loco“-Band den Fanta-Vier-Hit „Einfach sein“:

Video auf YouTube ansehen.

Pressefoto oben: SATEL/Stefan Haring. Im Bild: Stefan Jürgens (Carl Ribarski), Lilian Klebow (Penny Lanz), Gregor Seberg (Helmuth Nowak und mit Klappe Dietrich Siegl (Oberst Otto Dirnberger). Nicht im Bild: Regisseur Erhard Riedlsperger.

Film, TV & Kino

Feb.14

Die Wand in Berlin

„Es geht um die Wände in ihr selbst“, so Regisseur Julian Pölsler über die Protagonistin in der langerwarteten Literaturverfilmung „Die Wand“, die am 12. Februar 2012 auf der Berlinale ihre Welturaufführung erlebte. Der Roman von Marlen Haushofer aus dem Jahr 1963 galt als unverfilmbar.

Die Wand - Martina Gedeck. Foto: COOP99Die Dreharbeiten mit Martina Gedeck in der Hauptrolle dauerten ganze 14 Monate. Dabei ist fast kein Dialog im Film zu hören, die wichtigsten Nebenrollen sind mit Tieren besetzt und die „Wand“ selbst ist nicht zu sehen. Julian Pölsler wollte die unsichtbare Wand nicht physisch darstellen, sondern mit Hilfe von Tönen, wie er in der Pressekonferenz auf der Berlinale (siehe Video) erklärte.

„Ich habe den Roman in gewisser Weise inhaliert“, wie bei einer „Meditationsarbeit“, erzählte Martina Gedeck von der Arbeit mit der Buchvorlage. „Jeder einzelne Drehtag war wie die Reise in ein neues Land, das ich noch nicht kannte“.

Produzent Bruno Wagner betonte das starke Interesse an der Geschichte, durch das es zur Zusammenarbeit der österreichischen COOP99 Filmproduktion mit der deutschen Koproduktion Starhaus kam. Der Film startet Herbst 2012 im Kino.

Website zum Film: www.diewand-derfilm.at

Film, TV & Kino

Sep.29

Episode I – Die letzte Börse

Am kommenden Sonntag, 2. Oktober 2011 findet die „letzte“ Wiener Comic & Figuren Börse statt. Die Gäste werden in der thematisch zu einem Todesstern umfunktionierten MGC-Halle erwartet. Darunter zahlreiche Filmfans, denn Schwerpunktthema ist diesmal „Star Wars“ – die Kultfilmreihe schlechthin. Aber Moment, wieso die letzte Börse? Die Institution „Comicbörse“ wird ihrem Namen nicht mehr gerecht. Schon lange ist aus der einfachen Verkaufsbörse viel mehr geworden: Ausstellung, Event und Treffpunkt. Mit über 2.000 vorwiegend jungen Comiclesern, Merchandise-Sammlern und Manga-Fans ist die Veranstaltung eine der größten Comic-Messen Europas. Deshalb wurde mit Hilfe der Fans und Besucher nach einem treffenderen Namen gesucht, und dieser wird am 2. Oktober vom Börsenleiter Martin Erasmus offiziell verkündet.

Nachtrag, 2.10.2011: Der neue Name wurde offiziell verkündet.
Die Comicbörse ist jetzt die „VIENNA COMIX“!
Um Feedback wird auf der neuen Facebook-Seite gebeten.

Vienna Comix mit Star Wars Special. Foto: Raimund AppelStar Wars Fans aus den Ländern Ungarn, Deutschland und Österreich reisen extra für die Börse als Fanclub an und zeigen ihre preisgekrönten Kostüme. Wie schon auf der Börse im vorigen Jahr darf damit gerechnet werden, dass sie sich „unauffällig“ unter das Publikum mischen. Für die imperiale Sicherheit der vielen anwesenden Kids ist damit gesorgt, wie man auch am Foto oben sehen kann.

Extra für Filmfreunde werden außerdem Plakate der gefeierten, neuen Comicverfilmung von „Captain America“ verschenkt. Außerdem sind die Zeichner Simon Häussle, Michaela Konrad und Christoph Pirker zu Gast und zeichnen live.
(kat /red)

Web: www.viennacomix.at

Film, TV & Kino

Sep.22

Filmessay

Mauthausen an der Donau, ein beschauliches oberösterreichisches Städtchen, das mit seiner barocken Uferzeile fast idyllisch wirkt. Doch im kollektiven Gedächtnis unserer Zeit steht der Name Mauthausen vor allem für ein grausames Konzentrationslager des NS-Regimes. Wie vieles andere erinnert auch ein Reh aus Granit die Mauthausener an ihre Vergangenheit. Es wurde einst von einem KZ-Häftling für den Lagerkommandanten geschaffen. Und natürlich gibt es die Gedenkstätte. Täglich fahren Touristenbusse den Hügel hinauf, halten die Erinnerung wach.

Susanne Ayoub

Susanne Ayoub

Die österreichische Autorin und Regisseurin Susanne Ayoub ist der Frage nachgegangen, wie weit die heutigen Mauthausener von der Vergangenheit betroffen sind. Wie gehen die Einwohner mit ihren Erinnerungen um? Wie leben die Jungen mit der Schreckensgeschichte ihres Ortes?

Zusammen mit dem filmischen Gedicht „Mai in Mauthausen“ wird der 60minütige Filmessay „Es war einmal in Mauthausen“ im Rahmen des Jüdischen Filmfestivals 2011 uraufgeführt.
Termin: 22. November 2011, Votivkino Wien.

 

Film, TV & Kino

Sep.16

Das ewige Leben des Herrn Mandelbrot

(Foto: R.Pyrker. Mein Großvater mit seinem 16-bit Computer IBM 80286, EGA-Monitor und 5¼“ Diskette, 1987)

Wer malt den Himmel blau? Woher kommen die Wolken? Wie zeichnen Computer unsere Welt? Benoît Mandelbrot wusste eine Antwort darauf. Der Mathematiker schuf mit seiner Forschung zur fraktalen Geometrie die Grundlage moderner Computeranimation. Die Berechnung wunderschöner Fraktale mit Hilfe einfacher Formeln ermöglicht künstlich generierte Landschaften und Bilder. Die Methode wird für zahlreiche heutige Anwendungen eingesetzt, von Atombomben-Simulationen bis hin zu aktuellen Filmeffekten.

Einer der größten Fans von Mandelbrot war mein eigener Großvater, der auf dem Foto oben bei seiner Lieblingsbeschäftigung zu sehen ist: Programmieren in BASIC, anno 1987.

Auf der „TED Talks“ Konferenz 2010 gab der sympathische Wissenschafter seinen letzten öffentlichen Auftritt. Die berühmte Vortragsreihe aus den USA lädt regelmäßig Wissenschafter, Unternehmer, Künstler und Visionäre ein, ihr Publikum mit einer Idee zu infizieren. Am 22. Oktober 2011 im Studio 44 findet in Wien das bereits zweite, unabhängig organisierte TEDxVienna Event statt. Die Veranstalter haben zu einer Blogparade der liebsten TED-Videos aufgerufen, um darauf aufmerksam zu machen und Tickets unter den Teilnehmern zu verlosen.


In den frühen achtziger Jahren „hackten“
Computer Freaks und Nerds einsam vor sich hin, beherrscht vom Klischee des schüchternen Buben, der sich hinter dem PC verkriecht. Es waren erst Kultfilme wie WARGAMES, MANHATTAN PROJECT oder TRON, die aus den Hornbrillen tragenden Einsiedlern wahre Hipster ihrer Zeit machten. Aus pickeligen Jugendlichen wurden Pixelkünstler. Sie knackten („cracken“) nicht nur den digitalen Kopierschutz von Spielen oder brachen in fremde PC-Systeme ein („hacken“), sondern sie erschufen digitale Kunst. Sie kreierten in ihrer Freizeit sogenannte „Demos“, aus mathematischen Algorithmen in Echtzeit ablaufende Computeranimationen. Der originäre Stil der Animationen und Chiptunes-Musik beeinflusste sogar Hollywood-Studios wie Pixar. Bis heute ist diese aus kreativen Spezialisten zusammen gesetzte Subkultur Demoscene aktiv.

Mandelbrot Fraktal (cc) Wikimedia/Wolfgangbeyer

Mit der Ausstellung electronic kindergarten versuchten meine Kollegen und ich beim Netzkultur-Festival [d]vision 2001, den „Spirit“ jener Zeit wieder aufleben zu lassen. Viele der damaligen „Helden im Kinderzimmer“ wurden zu erfolgreichen IT-Unternehmern, Game Developern, Kulturforschern. Eine weitere Annäherung an die Wurzeln der digitalen Kultur unternahm [d]vision 2008 mit dem Festival realtime generation. Die Ausstellung präsentierte Demoscene-Künstler bei frame[o]ut Open Air Vorführungen im MuseumsQuartier Wien. Wir hatten sogar versucht, Mandelbrot selbst als Vortragenden nach Wien zu holen. Was uns blieb, waren seine Fraktale.

Den TED Talk mit dem genialen Mathematiker Mandelbrot gibt es als Video Online.

Benoît Mandelbrot steckte mit seiner Idee ganze Generationen von
Visionären, Geeks, Phreaks, Nerds, Hipstern, und Filmfreaks an.
Machen wir es ihm nach. Denn wer eine Vision hat, braucht keinen Arzt,
sondern einen Computer. Wir sehen uns bei TEDxVienna!

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